Warnhinweis: Vor manchem kaum glaublichen Zitat schützt die taz-Kolumne ‚Press-Schlag‘ vom 1.1.2012 von Martin Krauss.

„Gibt es einen Gott? Und wann wurde der zuletzt Deutscher Meister?“ (switch, pro7)

„Was macht eigentlich so ein Kobiaschwili in der Kreisliga, wenn er in einem entscheidenden Spiel bemerkt, dass die gegnerischen Fans das ganze Spiel über nur 50 cm von ihm entfernt an der Außenlinie stehen? Nimmt der dann sein Kind unter den Arm und haut ab?“ (janus, kleine welt)

„Wenn Paderborn in die erste Liga aufsteigt oder aber auch nur die Relegationsspiele erreicht, ist der letzte Beweis erbracht, dass es keinen Fußballgott gibt.“ (Elfmeter, TP)

„Der Wollitz der Woche: ‚Tradition schützt nicht davor, dass das dann gleichbedeutend mit Erfolg ist.“ (der-alte-neue Artikel 528054, 30. April 2012 17:26)

„Alles ist gut, solange dieses Forum Deine, meine und alle möglichen Beiträge grundsätzlich ungefiltert zulässt.
Genau diese oft kritisierte Unverbindlichkeit ist nämlich das wesentlich Kreative an diesem Forum. “ (Spiellesen Artikel 511290, 17. Januar 2012 22:25)

„Man muß auch mal den Rasen auf dem Platz lassen. “ (netzberg, TPlilaweiss)

„Für mich bedeutet Basisnähe ein Bekenntnis zum Erhalt einer traditionellen stehplatzgeprägten Fankultur – also eine Anerkennung jener Fans und Gruppierungen, die nicht das „große Geld“ beisteuern.“ (AliBölzen, Artikel 510690, TPlilaweiss.de)

„Stecktabellen haben immerhin den Vorteil, dass man selbst im Mai bei jedem Gang zum Kühlschrank sieht, wie das Ganze so am 5. Spieltag aufgereiht war.“ (McP)

„Gehen zwei Radioreporter an der Kneipe vorbei.“ (Manni Breuckmann auf die Frage nach seinem Lieblingswitz)

„Unabhängig vom Aufstieg ist es schon großartig, dass der SV Sandhausen unter den 177.000 Mannschaften im Deutschen Fußball-Bund zu den 56 besten gehört.“ (Georg Kletti)

„Oder Kalle Rummenigge. Der hat mal nach dem Schlußpfiff gesagt: Das war ein klasse Spiel. Schade Ahli, daß du es nicht gesehen hast.“ (Wolf-Dieter Ahlenfelder, Schiedsrichter)

„So lange nicht eindeutig bewiesen ist, dass Ultra-Fans schuld sind, gehen wir von ihrer Unschuld aus. […] Es ist immer einfach, alles auf die Ultras zu schieben, aber da mache ich nicht mit. Der Wuppertaler SV handelt nicht auf Verdacht, sondern orientiert sich an Fakten. Wir sind froh, dass wir eine aktive Fan-Szene haben, und da gehören die Ultras dazu.“ (Friedhelm Runge, Prädident des WSV)

„Wuttke? Grandioser Mann. Dem ist eine der der besten rhetorischen Leistungen der Bundesligageschichte gelungen, als die Lauterer ihn abmahnten, weil er – trotz Spielunfähigkeit – auf einem Weinfest gesehen wurde. Wuttke stritt ab und begründete souveränst: ‚Ich kann auf keinem Weinfest gewesen sein, weil ich nämlich Biertrinker bin.‘“ (Chris Kurbjuhn)

„Das Leben ist zu kurz für torlose Unentschieden.“ (un rund, Motto)

„Urs Meier, unser Experte für unschöne Szenen …“ (Johannes B. Kerner, Dank an siika04, auf Trainer Baade)

„Unentschieden sind etwas für auswärts. “ (Der Auswärtige, TP)

„Man kann Diskussionskultur nicht herbeisperren.“ (Webmaster TP lilaweiss.de)

„Was nutzt mir ein vollgepfropftes Mittelfeld mit lauter Fummeltrinen, wenn vorne die Anspielstation fehlt?“ (Panne, TP)

„Sobald der Gegner trifft, können wir eben nicht mehr 1-0 gewinnen. Das wissen diejenigen, die zu uns kommen, mittlerweile.“ (Panne, TP)

„Bei Babelsberg muss ich immer an unser bisher einziges Heimspiel gegen die denken. Schon einige Zeit lang her. Die waren grad aus der 2. Liga abgestiegen und unser jetziger Bundeschristian besuchte in seiner Funktion als frisch gewählter niedersächsicher Ministerpräsident uns als einen seiner 24.236 Lieblingsvereine. Nach der Begrüßung durch die Stadionsprecher wurde er vom gesamten Stadion gnadenlos ausgepfiffen. Es war ein Highlight!“ (rifun, TP)

„Ich erfahre mehr über die Welt, wenn ich […] in der Halbzeitpause auf der Alm am Bratwurststand den Fans zuhöre.“ (koslowski)

„Der Fußball ist leider so breit in der Gesellschaft zu Hause, dass auch ein gehöriger Prozentsatz an Vollidioten ihn ausübt.“ (Trainer Baade)

„Fußball ist ja immer auch ein Zeiger auf der Uhr der Gesellschaft!“ (Rainer Kühn)

„Der Ball ist wieder einmal eine Scheibe.“ (netzberg)

„Man muß ein Tor mehr als der Gegner schießen.“ (Huub Stevens, vormals Verfechter des Diktums, die Null müsse stehen.)

„Spitzenfußball ist wie Krieg. Bist du zu lieb, bist du verloren.“ (Rinus Michels)

„Meine Kinder und vielleicht Deine Kinder haben noch nie etwas von FK Pirmasens, Wormatia Worms, Westfalia Herne, FC Mülheim-Styrum gehört; wenn´s so weitergeht werden meine und deine Enkel noch nie vom VfL Osnabrück gehört haben.“ (Klaus D. im NOZ-Leserkommentar an Achim B.)

„Die schönsten Tore sind die, bei denen der Ball schön flach oben rein geht.“ (Mehmet Scholl)

„Wenn wir alle schlagen, können wir es schaffen.“ (Horst Hrubesch)

„Es geht im Fußball sehr viel um Status, um Titel, um Ego, um Macht. Das habe ich gesehen in dieser Welt.“ (Sebastian Deisler)

„Ich habe bei Pauli ‚google‘ eingegeben, da kam nichts.“ (Perplex) „Du sollst ja auch nicht bei ‚pauli‘ Google eingeben sondern bei Google ‚Pauli‘.“ (MJayB, TP)

„Wir haben unser erstes Saisonziel ziemlich früh nicht erreicht, wir wollten ins Endspiel.“ (Felix Magath nach dem Pokalaus in der 1. Runde mit Wolfsburg bei RB Leipzig)

„Wenn man ein 0:2 kassiert, dann ist ein 1:1 nicht mehr möglich.“ (Aleksandar Ristic)

„Ich ziele nicht. Wenn ich nicht weiß, wohin der Ball geht, woher soll es dann der Torwart wissen?“ (Wayne Rooney)

„Wahnsinn und Genie – ich kann beides.“ (Claus-Dieter Pele Wollitz)

„Ball rollt weiter!“ (netzberg)

„Die Schweden sind keine Holländer – das hat man ganz genau gesehen.“ (Franz Beckenbauer)

„Und jetzt skandieren die Fans wieder: Türkiye, Türkiye. Was so viel heißt wie Türkei, Türkei. “ (Heribert Faßbender)

„Wie soll das denn dann heißen? Ernst-Kuzorra-seine-Frau-ihr-Stadion?“ (Johannes Rau zum Vorschlag, Fußballstadien nach Frauen zu benennen)

„Entweder ich gehe links vorbei, oder ich gehe rechts vorbei. “ (Ludwig Kögl)

„Je länger das Spiel dauert, desto weniger Zeit bleibt.“ (Marcel Reif)

„Eigentlich bin ich ein Supertyp. Aber ich kann wohl auch ein richtiger Arsch sein!“ (Mario Basler)

„Das habe ich ihm dann auch verbal gesagt.“ (Mario Basler)

„Was meine Frisur betrifft, da bin ich Realist.“ (Rudi Völler)

„Zwei Chancen, ein Tor – das nenne ich hundertprozentige Chancenauswertung.“ (Roland Wohlfahrt)

„Ich kann mich an kein Spiel erinnern, beim dem so viele Spieler mit einer Barriere vom Platz getragen wurden.“ (Michael Lusch)

„Ich denke, wenn die Geschichte sich wiederholt, können wir nochmal das gleiche erwarten.“ (Terri Venables)

„Die Spieler müssen gar nicht per se dumm sein, doch ihnen wird vorgelebt: »Sage nichts mit deinen Worten. Achte darauf, den Betrieb nicht zu gefährden«.“ (Gerhard Vinnai)

„Ein George Best war ein typisches Produkt eines Zeitabschnittes, da ein großer Teil der jungen Leute rebellisch und genial sein wollte – was einerseits die Einbindung in ein Kollektiv, und andererseits individuelle Selbstverwirklichung auf die Tagesordnung setzte. Der Fußball ist in seiner bestmöglichen Form eine ideale Symbiose dieser beiden scheinbar widersprüchlichen Tendenzen. David Beckham hingegen verkörpert auf vollkommene Weise eine junge Generation, die einfach nur reich und berühmt sein will und die zur Erreichung dieser Ziele bereit ist, sich bis zur völligen Identitätsaufgabe den herrschenden Verhältnissen anzupassen – die unangefochtener als jemals zuvor von den auf ökonomischer Ebene Herrschenden geprägt werden.“ (Harald Irnberger, Die Mannschaft ohne Eigenschaften. Fussball im Netz der Globalisierung)